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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
IPA-BGL holt Jahreshauptversammlung nach

Das Coronavirus bringt alles durcheinander, auch den Ablauf des Vereinslebens, und so konnte die bereits im Frühjahr fällige Jahreshauptversammlung der International Police Association (IPA) erst jetzt Ende September abgehalten werden. Eingeladen wurden die Mitglieder in das Gasthaus „Lederer“ in Saaldorf-Surheim, ist doch auch die eigentliche “Heimat“ der IPA, die Kantine des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei, derzeit nicht zugänglich.

Im großen Saal des Gasthofes, der in Coronazeiten die Möglichkeiten genügenden Abstandes bietet, konnte Vorsitzender Reinhard Löwe deshalb zahlreiche Gäste begrüßen, von denen 32 wahlberechtigte Mitglieder waren. Sein besonderer Gruß galt seinen beiden Vorgängern im Amt, Joachim Stobbe und Anton Hartenstein, seinen Vorstandsmitgliedern und dem Dritten Bürgermeister der Gemeinde Ainring, Martin Strobl, der im Auftrag von Bürgermeister Öttl die besten Wünsche der Gemeinde überbrachte und das rege Vereinsleben der IPA lobte. Wegen der gleichzeitig angesetzten Gemeinderatssitzung ließ sich der Bürgermeister der Gemeinde Saaldorf-Surheim, Andreas Buchwinkler, entschuldigen. Reinhard Löwe stellte fest, dass die letzte Hauptversammlung bereits im April 2019 stattgefunden hatte, jedoch die turnusgemäße nächste und für den 17.04.2020 geplante aus den bekannte Gründen abgesagt werden musste. Nach der Begrüßung bat der Vorsitzende, sich für eine Gedenkminute für die im letzten Jahr verstorbenen Freunde zu erheben; traditionsgemäß wurde für jeden Toten eine Kerze angezündet.

Nach der durch Akklamation erfolgten Wahl des Versammlungsleiters – Hubert Inzinger – und des Protokollführers -Wolf Döring – folgte wie stets die Genehmigung der Tagesordnung und die Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung. Seinem Rechenschaftsbericht begann Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe mit der Darstellung der Mitgliederentwicklung; zurzeit gehören 351 Kolleginnen und Kollegen der IPA BGL an, dazu gibt es noch 3 Fördermitglieder. Im letzten Jahr verließen 5 Mitglieder die Verbindungsstelle, dagegen waren 12 Eintritte zu verzeichnen. 5 Freunde sind leider verstorben. Einen deutlichen Knick verursachte die Pandemie bei den Veranstaltungen, gab es 2019 noch 27 sportliche, kulturelle und gesellige Zusammenkünfte, so schrumpfte diese Zahl auf 8 in diesem Jahr. Trotzdem gab es genügend zu tun, so die Betreuung einer Besuchergruppe der Verbindungsstelle Neu-Ulm, die Teilnahme an Veranstaltungen der IPA Salzburg, das Anlegen von zwei Blumenrabatten in der Salzburger Straße in Mitterfelden und den Antrittsbesuch bei Bürgermeister Öttl in Ainring. Mit einem Dank an alle für das schöne und harmonische Jahr 2019 und die Verbundenheit im schweren Jahr 2020 beendete Reinhard Löwe seinen Bericht. Helmut Sann als Sekretär für Organisation führte die Aktivitäten im Einzelnen auf wie etwa die beiden Tagesausflüge nach Tirol 2019 und an den Starnberger See in diesem Jahr, die Reise ins Frankenland , die Nachtwächterführung in Laufen oder die Grill- und die Weihnachtsfeier. IIPA-Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe (links) ehrte bei der Jahreshauptversammlung Franz Aicher (mitte) für 50 Jahre treue Mitgliedschaft. Rechts Schatzmeister Johannes Klotz, dem von den Kassenprüfern eine professionelle Kassenprüfung bescheinigt wurde.nsgesamt waren es mehr als tausend Personen, die sich gemeinschaftlich an den verschiedenen Veranstaltungen trafen. Ebenso gut fiel der Kassenbericht von Schatzmeister Johann Klotz aus, konnte er doch einen fünfstelligen Habenstand vermelden; dazu wurde ihm vom Kassenprüfer Markus Leppertinger eine professionelle und hervorragende Kassenführung bescheinigt.  Die Berichte der entschuldigten Sekretärin für Öffentlichkeitsarbeit Tanja Weichold und der Beisitzerin Junge Gruppe Angelika Weber mit einem Überblick auf ihre Arbeit wurden vom Verbindungsstellenleiter verlesen. Nach diesen positiven Berichten war es verständlich, dass die Vorstandschaft einstimmig von der Versammlung entlastet wurde.

Insgesamt 7 Kollegen konnte Reinhard Löwe für langjährige Mitgliedschaft in der IPA ehren, so Martin Strobl, Bernd Koch und Karl Harant für 25, Lothar Ledermann, Alexander Wunderlich, Ernst Pauler für 40 und Franz Aicher für 50 Jahre.

Zum Abschluss der Versammlung wurde den Partnerinnen der Vorstandschaft, die, wie jeder im Vereinswesen Tätige weiß, viele Arbeiten unsichtbar im Hintergrund erledigen und Zeit und Mühe investieren, je ein bunter Blumenstrauß als Dank überreicht.

Im Bild: IPA-Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe (links) ehrte bei der Jahreshauptversammlung Franz Aicher (mitte) für 50 Jahre treue Mitgliedschaft. Rechts Schatzmeister Johannes Klotz, dem von den Kassenprüfern eine professionelle Kassenprüfung bescheinigt wurde.

Mehr Bilder unter in unserem Bilderalbum


Faschingsschießen bei der IPA

Moarschaft von Verbindungsstellenleiter Löwe holt sich den Sieg

Zwar gab es wegen der anhaltend frühlingshaften Temperaturen kein Eis, doch auch auf Asphalt war das traditionelle Faschings-Stock-Schießen der Verbindungsstelle der International Police Association (IPA) Berchtesgadener Land am Unsinnigen Donnerstag auf der Anlage beim EC Freilassing-Hofham eine große Gaudi.
Die IPA Berchtesgadener Land mit ihren Salzburger Freunden beim traditionellen Faschings-Stock-Schießen beim EC Freilassing-Hofham.

Die Sieger der Kostümprämierung von links: Margret Sann, Bernd Koch und Hubert Inzinger.In zwei Mannschaften zu je elf Personen traten die Faschingsjecken aus dem Berchtesgadener Land und von der befreundeten Verbindungsstelle in Salzburg gegeneinander an. Sie kämpften voller Gaudi, jedoch nicht minder ohne Ehrgeiz um den Sieg.

Am Ende hatte die Moarschaft des Verbindungsstellenleiters Reinhard Löwe die Nase vorne. In feuchtfröhlicher Runde fand in der Vereinshütte die Siegesfeier statt.

Stefan Hafner spielte auf seiner Ziach zünftig auf und Gottfried Schacherbauer vom EC Freilassing-Hofham betreute seine Gäste wie immer hervorragend, wofür sich Reinhard Löwe ausdrücklich bedankte.

Die österreichische Jury wählte dann noch die besten Kostüme.

„Das Ergebnis versinnbildlicht auch den IPA-Gedanken der Teilnehmer, nämlich Sicherheit, Lebensfreude und Schönheit“, so Reinhard Löwe mit einem Augenzwinkern.


Beim Weihnachtsessen an Bedürftige gedacht


IPA sammelt für guten Zweck – besinnliche Feier mit dem Ainringer Viergesang und
Weihnachtsgeschichten

Ainringer Viergesang
Eine besinnliche Weihnachtsfeier verbrachten rund 80 Mitglieder der Verbindungsstelle der International Police Association (IPA) Berchtesgadener Land am Freitagabend in der Kantine des Fortbildungsinstituts der Bayerischen Polizei (BPFI).
 
Bei einer Sammlung mit dem Sparschwein kamen 330 Euro für ein Weihnachtsessen für bedürftige Bad Reichenhaller zusammen.
IPA-Mitglied Renate Luczak aus Bad Reichenhall organisiert mit dem Malteser Hilfsdienst dieses Essen in St. Zeno, berichtete Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe. Es sei leider nicht möglich, dass sie das Vorhaben persönlich vorstelle, weil sie in München sei und bei Sponsoren dafür werbe. „Es wäre eine nette Geste von uns, wir wir unsere IPA-Freundin diesbezüglich auch unterstützen”, so Löwe und schickte Willi Prommersberger an die festlich gedeckten Tische, wo er das Sparschwein füttern ließ.
Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe 
An diesen Tischen hatte der Verbindungsstellenleiter namentlich seine Vorgänger im Amt begrüßt, dies waren Joachim Stobbe und Toni Hartenstein, die Salzburger IPA-Freunde, „mit denen wir schon viele schöne Stunden verbracht haben”, seinen ehemaligen Chef und Institutsleiter des BPFI, Schorsch Lex, den jetzigen Hausherrn Leitenden Polizeidirektor Johann Peter Holzner.

Gemeinsam habe die IPA im Jahr 2019 bei 28 Veranstaltungen mit 880 Teilnehmern wunderschöne und erlebnisreiche Stunden „voller Nähe, Solidarität und Verbundenheit” verbracht, blickte Löwe zurück. Krönender Abschluss sei wie immer die Vorweihnachtliche Feier mit einem besinnlichen Teil von rund 45 Minuten. „Genießt diesen Teil, lasst eure Gedanken schweifen und denkt an den eigentlichen Sinn von Weihnachten als Fest der Geburt Jesus Christus.”Willi Prommersberger und Toni Hartenstein lasen humorige und besinnliche Geschichten

Dies war dann auch der Fall. In dem leicht abgedunkelten Raum leuchteten Kerzenlicht und zarte Lichterketten, die Mitglieder lauschten ganz leise geworden dem Ainringer Viergesang, der mit der „Altmühldorfer Weis” ins Programm hineinführte und im weiteren Verlauf Weihnachtslieder wie „Advent is a Leuchten” oder „In einer kalten Winternacht” darbot. Dazwischen lasen Willi Prommersberger und Toni Hartenstein mal gemeinsam, mal abwechselnd, humorige und besinnliche Geschichten.

Mit dem gemeinsam gesungenen Andachtsjodler endete der besinnliche Teil und Reinhard Löwe bedankte sich bei allen, die die IPA-Familie durchs Jahr begleiteten und unterstützten. Er bedankte sich bei den Vorstandskollegen und besonders den Ehefrauen, ohne deren engagierte Mithilfe ein derart umfangreiches Jahresprogramm wie auch diese Weihnachtsfeier nicht zu stemmen sei, bei der sie im Vorfeld wieder stundenlang die Dekoration liebevoll selbst anfertigten. „Ich würde mich freuen, wenn auch im kommenden Jahr wieder sehr viele von Euch unsere Angebote wahrnehmen”, sagte Löwe und schloss mit den Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest seine Rede. Der Abend klang bei Gesprächen gesellig aus.

Bilder im größeren Format

IPA Hüttentour im „Steinernen Meer

Ein Bericht von Klaus Schwendtbauer

Gemäß dem IPA-Solgan: „Servo per Amikeco“ konnte ich am 01.09.19 zwei Kollegen der Kölner Polizei hier in Bad Reichenhall begrüßen. Vorangegangen war die Kontaktaufnahme der beiden Verbindungsstellenleiter Dietmar Weiss (IPA Köln) und Reinhard Löwe (IPA Berchtesgadener Land).

Das Vorhaben:
Die beiden Kollegen, - inspiriert von vergangenen Besuchen in Berchtesgaden - hatten diesmal vor, eine gemeinsame Bergtour von Hütte zu Hütte im „Steinernen Meer“, einem einzigartigen Gebirgshochplateau in Berchtesgaden, zu unternehmen. Für Freunde einer mehrtägigen Hüttenwanderung genau das Richtige und ein lohnendes Ziel.

Die Tour sollte am Fuße des „Watzmann, 2.713 m“ mit einer Bootsfahrt über den Königssee nach St. Bartholomä, am Fuße der Watzmann-Ostwand (höchste Wand der Ostalpen)  beginnen. Von dort war geplant, durch die Saugasse in ca. 3,5 - 4 Stunden zum Kärlingerhaus, aufzusteigen. Mit seinem traumhaften Umfeld bildet es einen idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Berg- und Wandertouren in die Umgebung.
Am Fuße des „Viehkogels, 2.158 m“, liegt die Alpenvereinshütte des DAV, (Sektion Berchtesgaden) auf 1.638 m Höhe in einer wunderschönen Senke oberhalb des Funtensees. Überregionale Bekanntheit hat der max. 5,5 m tiefe See durch seinen lagebedingten Kälterekord erlangt. Am 24.12.01 wurden dort durch die ansässige Wetterstation - 45,9 Grad gemessen. Die Kälteextreme erklären sich durch die topografische Lage des Sees der rings von Bergen umschlossen wird.

Nach der Übernachtung sollte dann zum Riemannhaus aufgestiegen werden. Die Unterkunft der DAV Sektion Ingolstadt liegt auf 2.177 m Höhe, auf der südlichen Seite des Steinernen Meers, oberhalb der österreichischen Talorte Saalfelden und Maria Alm. Das Haus wurde in der Ramseider Scharte erbaut und ist spektakulär eingebettet vom markanten Felspfeiler des „Sommerstein, 2.308 m“ und mächtigen „Breithorn, 2.504 m“. Beide Gipfel ragen links und rechts des Hauses senkrecht in die Höhe, prägen die Bergkulisse von Saalfelden am Steinernen Meer entscheidend mit und sind unter Kletterern Klassiker im Salzburger Land.

Am nächsten Tag sollte dann die Überschreitung zum Ingolstädter Haus erfolgen. Das Haus ist eine DAV Alpenvereinshütte der Sektion Ingolstadt in 2.120 m Höhe unterhalb des “Großen Hundstods“ (2.594 m) auf österreichischem Staatsgebiet gelegen. Es zählt zu den wichtigsten Schutzhütten der Berchtesgadener Alpen und ist Stützpunkt für Bergsteiger, die Überschreitungen oder Gipfelbesteigungen im Steinernen Meer unternehmen.

Ausklingen sollte die Tour mit dem Abstieg zur Wimbachgries Hütte (1.327 m) und der letzten Übernachtung. Die Hütte steht im hinteren Wimbachtal am Fuß der „Watzmann Südspitze (2.712 m). Dort am Ende des Tals bilden Watzmann im Osten, Hochkalter im Westen sowie die Abbrüche des Großen Hundstods im Süden eine beeindruckende Kulisse.

Und so startete das Unternehmen:

In einer ersten Kontaktaufnahme stellte mir Kollege Z. das Vorhaben vor und freute sich, daß ein Ortskundiger gefunden wurde welcher sich bereit erklärte, das Unternehmen zu begleiteten. Die Zimmer auf den Hütten wurden reserviert und der Tag der Anreise rückte mit dem 01.09.19 immer näher. Kurzfristig wurde ein Treffpunkt ausgemacht und es dauerte nicht lange da standen auf einmal 2 waschechte Rheinländer mit unverkennbarem Dialekt vor mir. Wir waren uns sofort sympathisch was bei einem Blinddate ja nicht immer der Fall ist und so führte uns unser gemeinsamer Weg bei sommerlichen Temperaturen erst mal in einen Biergarten, wo wir uns ausgiebig beschnupperten. Die Frage der Frage an diesem Abend war natürlich das Wetter. Eine in den Medien angekündigte Schlechtwetterfront kam dann auch mit der sprichwörtlichen Pünktlichkeit am Montag, dem Tag unseres Starts. Da das Zeitfenster und Vorhersage für den Dienstag Abklingen des Regens und Wetterbesserung versprach, entschieden wir einen Tag später gleich zum Riemannhaus aufzusteigen und den Tag daher anderweitig zu nutzen. Wir fuhren in meine Werkstatt in der ich Ihnen zeigte wie ich meine Felsen baue. Über die Fabrikationsstätte der Firma REBER (weltbekannte Mozartkugeln) in welcher wir uns gemeinsam mit süßen Schmankerl versorgten, gings dann direkt nach Salzburg zum Hangar 7 (am Airport). Er verfügt über eine Vielfalt an sehenswerten Exponaten & Ausstellungsobjekten aus dem Rennsport. Der Bau ist ein einzigartiges architektonisches Gesamtkunstwerk, Synonym für moderne Kunst und beheimatet eine große Sammlung an historischen Flugzeugen, Formel 1 Rennwägen, u.a. auch Sebastian Vettels RB9 mit dem er später Weltmeister wurde. Wer Glück hat kann dort auch Felix Baumgartners Kapsel bewundern, aus welcher er in seinem Stratosphärensprung aus fast 39 km Höhe sprang.
Soviel Input macht Hunger und so gings auf direktem Weg zum . Eine herzhaft-deftige Leckerei, die man beinahe als Kulturgut bezeichnen könnte und man sich bei einem Salzburg Besuch nicht entgehen lassen sollte. Ein Ministand, ca. 5 qm klein, welcher sich unaufdringlich in einer der vielen Durchgängen der berühmten Salzburger Getreidegasse befindet. Die Schlange vorm Grill ist genauso lang wie die Blicke der Kunden hungrig.

Inmitten des ganzen touristischen Trubels liegt hier nur ein paar Meter entfernt ganz unspektakulär ein Laden für Spirituosen mit Verkostungsmöglichkeit. Der “Sporer“, eine Likör- & Punschmanufaktur mit Kultstatus. Während der Festspielzeit trifft man hier schon mal gerne Prominente.
Durch die Getreidegasse gings dann zum Dom. Vor der einzigartigen Kulisse des Salzburger Doms wird der „Jedermann“, das Spiel vom Sterben des reichen Mannes jedes Jahr aufgeführt. Er ist fester Bestandteil der Salzburger Festspiele.
Von dort führt ein kurzer steiler Weg vorbei an der „Salzburger Festung“ hinauf auf den Mönchsberg, welcher ca. 70 m über der Stadt liegt und mehrere fototaugliche Ausblicke bietet. Unser Weg endete dann im „Augustiner Bräustüberl“. Seit 1621 versorgt dort das Müllner Bräu seine Gäste mit bestem, selbst gebrautem Bier. Was auserwählte Augustiner Mönche anno dazumal begannen, ist heute eine der größten Biergaststätten Österreichs.

Tags darauf fuhren wir dann nach Maria Alm und es konnte endlich losgehen. Startpunkt der Tour war ein Parkplatz (1.152 m) nördlich von Maria Alm. Die umliegenden Gipfel lagen zu diesem Zeitpunkt noch dick eingehüllt in einer kompakten Nebeldecke welche sich aber im Laufe des Tages aufhellen sollte.

Bild 1  wo gehts hier rauf möchte man fragen

Der Südwandsteig ist eine anspruchsvolle, recht steil exponierte Bergtour im felsigen Terrain am Südrand des Steinernen Meeres. Der Steig erhielt 2017 ab der Materialseilbahn ein sicherheitstechnisches Update, eine neue Seilversicherung und ist nur etwas für absolut schwindelfreie und trittsichere.

Den Aufstieg über den Weg Nr. 425 meisterten beide Kölner Kollegen sehr gut, denn neben ihrer Ausrüstung hatten sie auch noch genügend Getränke dabei. Sie sind extrem wichtig um den Körper nicht dehydrieren zu lassen und beugen dem Leistungsabfall vor. Die mittägliche Sonne brennt hier i.d.R. ohne Erbarmen in das südseitig gelegene, schroff-/ felsige Gelände. Nach rund 2 Stunden mit kurzen Trink- / und Fotopausen gelangten wir über einen Fahrweg zur Talstation der Materialseilbahn des Riemannhauses. Von dort zweigt man dann ab in den steilen, alpinen Steig. Ab hier ist Schluss für unerfahrene oder nicht trittsichere Wanderer. Denn rundum ragen fast senkrechte Wände empor und unwillkürlich frägt man sich, wo hier der schmale Weg weiter führt. Besonders ausgesetzte Stellen sind jedoch gut mit einer Seilsicherung versehen. Das Stahlseil an der Felswand wird dankbar ergriffen, wenn der Blick hinab für Gänsehaut sorgt. Rund drei Stunden wandert man so am Steig bergauf, bis man nach 1.076 Höhenmetern endlich das ersehnte Ziel, das Riemannhaus erblickt.

Bild 2   Aufstieg durch die Felswände, wo gehts da rauf möchte man fragen
Bild 3 am Seil festhalten schadet nicht, sonst wartet der ewige Feierabend

Bild 4  kurze Rast mit Blick auf Maria Alm und Sallfelden rechts

Wir gehen schneller, die letzten Reserven werden mobilisiert, zu intensiv ist der Duft aus der Küche den der Bergwind talwärts in unsere Nasen weht. Oben angekommen sind wir erst mal im Stand-by Modus und genießen den einmaligen Blick in die Ferne, wo sich am Horizont, das Ganzjahresskigebiet des „Kitzsteinhorns, 3.203 m“, und die vergletscherte Hochfläche des „Großvenediger, 3.666 m“, (4. höchster Berg Österreichs)  befinden. Eingerahmt vom „Sommerstein, 2.308 m“, - an dessen grau rötlicher Süd-Westwand Kletterer mit „Terra Nova, verstecktes Land“ im 7. & 8. Schwierigkeitsgrad ihre Erfüllung finden – und „Breithorn, 2.413 m“, mit einer der längsten Routen in den nördlichen Kalkalpen. Beide bilden den Rahmen, den einzigartigen Blick und es ist wie in einem dreidimensionalen Film, wie in einem 3D-Kino, nix you tube, wir sind live und mittendrin dabei.
Nun erweist es sich von Vorteil, daß die Kollegen die Hütte schon frühzeitig gebucht hatten, denn nun kommen die Bergsteiger wie Ameisen aus allen Richtungen auf die Hütte zu und hüllten dieses in einen Hauch von Massentourismus. Dies bedeutet zwangsläufig auch stinkende Socken, mit Inbrunst schnarchende Bettnachbarn und der um 02:30 morgens unausweichlich, obligate Gang zum Klo. Hätte man sich bloß rechtzeitig den Weg dahin gemerkt. Übernachten auf einer Berghütte, ein Abenteuer für sich, auszuhalten nur mit Oropax und Asthmaspray. Wir haben aber Glück, wir sind nur 7 Personen im Zimmer, eine davon eine Frau. Ob das wohl gut geht ? Eine Etage höher liegen sie wie Sardinen in der sprichwörtlichen Dose. Im Stress des Massenbetriebs liegen bei manchen Hüttenwirten oft die Nerven blank, nicht so auf dem Riemannhaus. Jeder stellt sich brav an, das Essen hat Qualitätsniveau, Hausmannskost der gehobenen Gastronomie, es verleiht der Hütte die Aura einer Schmankerlinsel, inmitten des Steinernen Meers. Nach dem Essen genießen wir in gemütlicher Runde den gemeinsamen Abend und im Rausch der Zufriedenheit kriechen wir gg. 22.15 Uhr in unsere Hüttenschlafsäcke. Die Nacht überstehe ich nur mit Oropax, die ich so tief in meine Gehörgänge stopfe, so dass ich sie am nächsten Tag kaum noch raus bekomme.

Am nächsten Tag habe ich den Traum der Nacht noch im Gesicht, als es mich wie magisch auf die Terrasse zieht. Im Tal liegt ein Nebelmeer und die Sonne beleuchtet eine grandiose Kulisse.

Bild 6

Ein Anblick der sich auf unsere innere Festplatte brennt, er ist wie Hormon-Yoga für die Wechseljahre aber wir müssen weiter. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, Ziel ist das Ingolstädter Haus. Der landschaftlich eindrucksvolle Weg, entlang der südlichen Randgipfel ist ein stetes auf und ab und erreicht bei 2.309 m, seinen höchsten Punkt, mit herrlichem Panoramablick. Dieser lohnende Höhenweg, der, obwohl  Sommer ist, z.T. noch mit Schneefeldern bedeckt ist und die beiden Sektionshäuser der DAV-Sektion Ingolstadt verbindet, ist unser nächstes Ziel. Auf unserem Weg passieren wir Breit-/ Mitter-/ und „Achselhorn, 2.467 m“, ehe wir am Fuße der „Schindelköpfe, 2.357 m“, unser zweites Etappenziel sehen.

Wir beeilen uns, denn die Bänke auf der westseitigen Terrasse scheinen noch nicht alle belegt als wir näher kommen. Auch von hier wieder eine grandiose Aussicht. Während unser Blick hinüber zu den Loferer Steinbergen mit „Birnhorn 2.634 m“ und Ebersberger Kar ( im Winter eine tolle Skitour ) schweift, kommt auch schon die Bedienung und versorgt uns mit einem wohlverdienten Bier und Brotzeit. Wir fühlen uns wie im Kino, doch es ist Realität dort hoch droben. In der untergehenden Sonne und mit Blick auf den „wilden Kaiser“ genießen wir noch das eine oder andere Bierchen ehe uns die hereinbrechende Kühle der beginnenden Nacht in die Hütte treibt. Die Hütte ist wieder rammelvoll, man riecht es.Ob sich der eine oder andere die 3,- Euro für die Duschmarke sparen wollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Nacht dann wieder wie gehabt, ohne Oropax nicht auszuhalten.

Nach dem Frühstück Aufbruch zu unserem nächsten Etappenziel, die „Wimbachgries Hütte 1.327 m“. Sie liegt am Talende des Wimbachgries, 1.350 hm und wird eingerahmt von „Watzmann Südspitze, 2.712 m“, im Osten, „Hochkalter, 2.607 m“, im Westen, sowie die Abbrüche der „Palfenhörner 2.222 m“ im Süden. Eine beeindruckende Kulisse . Wir geniessen noch einmal das phantastische Panorama und gehen recht flach an den Hängen des Hundstods entlang bis zum Abzweig zum Kärlingerhaus. Hier steigen wir durch felsiges Gelände und nur durch Farbmarkierungen auf den Felsen markiert, hinauf zum „Hundstodgatterl, 2.188 m“, einem Sattel, östlich am Fuß des „Großen Hundstod, 2.593 m“, gelegen, welcher den Übergang vom Steinernen Meer ins Wimbachtal markiert. Hier war nochmal Ausdauer, Trittsicherheit und Orientierungssinn gefragt, denn wer hier oben bei einem Wettersturz in schlechtes Wetter mit Nebel, Regen oder sogar Schneefall gerät (auch im Sommer !) ist hoffnungslos verloren. Man hat hier oben keinen Handyempfang, keine Orientierung mehr, und kommt unweigerlich in Absturzgelände, da man die auf den Fels, - teilw. auf dem Felsboden - aufgepinselten Wegemarkierungen nicht mehr sieht.

Bei unserem Aufstieg war es aber trocken und Hinlangen gefragt, denn die bizarren Felsformationen erschwerten das Vorankommen. Wir wurden aber, als wir oben waren mit einem phänomenalen Blick auf die Watzmann Südspitze und das Panaromas des Steinernen Meers belohnt.

Aber es sollte nicht lange so bleiben, denn eine für den Abend angekündigte Schlechtwetterfront war im Anmarsch. Der Abstieg war anfangs geprägt durch hohe Tritte und ausgewaschenem Weg bis zur verfallenen Trischübelalm. Hier trafen wir dann auf einen Nationalpark Ranger der uns wissenswerte Infos über die Adler im Nationalpark berichtete. Aber wir mussten weiter, weiter absteigen zu unserem letzten Etappenziel der Wimbachgries Hütte die am Ende des Talschlusses liegt.

Außerdem kam die Schlechtwetterfront immer näher denn die umliegenden Gipfel waren schon in Wolken gehüllt. Als wir die gut besuchte Hütte betraten, waren wir froh rechtzeitig reserviert zu haben und hatten Glück noch einen Platz an einem der Tische zu bekommen. Kaum saßen wir, da fing es auch an schon zu regnen. Man kann auch sagen wir hatten riesen Glück. Glück dann noch einmal bei der Essensbestellung, wir bekamen nämlich die letzten 3 Schnitzel. XXL-Schnitzel, die es aufgrund ihrer Größe leicht ins Guinessbuch der Rekorde geschafft hätten.

Nach dem Frühstück ging es dann gemütlich auf einem Fahrweg 8 Kilometer und 700 Höhenmeter tiefer, wo uns dann ein Freund am Parkplatz Wimbachbrücke abholte.

Als Fazit kann man sagen, 5 erlebnisreiche Tage, ein landschaftlicher Hochgenuss mit atemberaubenden Ausblicken und eine tolle Hüttenwanderung, welche allerdings ein bisschen Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ein wenig Klettergeschick erforderte. Beides hatten aber meine beiden Begleiter ja.

Klaus Schwendtbauer
www.felsgestaltung.com

Bilder im größeren Format

 

IPA Grillfeier im BPFI Ainring

IPA verabschiedet sich von Traudl und Maria

Blumen und Geschenk bei der jährlichen Grillfeier in der Kantine des BPFI

Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe mit den weiteren Mitgliedern der Vorstandschaft, Angelika Weber, Tanja Weichold, Johannes Klotz und Helmut Sann (von links), bei der Verabschiedung der beiden Kantinenwirtinnen Waltraud Tennigkeit (vorne rechts) und Maria Langwieder (vorne links)Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 ist die Verbindungsstelle der International Police Association (IPA) Berchtesgadener Land bei Waltraud Tennigkeit und Maria Langwieder in der Kantine des Fortbildungsinstituts der Bayerischen Polizei (BPFI) regelmäßig zu Gast. Bei der diesjährigen Grillfeier vor kurzem hieß es nun Abschied nehmen von den beiden langjährigen Wirtinnen, denn sie verabschieden sich mit August in ihren wohlverdienten Ruhestand.

IPA-Verbindungsstellenleiter Reinhard Löwe bedankte sich im Namen der gesamten Vorstandschaft und vor allem aller Mitglieder bei den beiden für ihre herzliche Gastfreundschaft und die guten Kochkünste über all die Jahre hinweg.

Die jährliche IPA-Grillfeier war auch heuer wieder gut besucht. „Wir nehmen mit Wehmut Abschied”, so Löwe. Die IPA habe sich mit ihren Stammtischen, Grillfeiern, Weihnachtsfeiern und sportlichen Veranstaltungen in der Kantine bei „Traudl und Maria” stets gut aufgehoben gefühlt. Löwe übergab zum Abschied jeweils ein Geschenk, Blumen und einen Gutschein für einen IPA-Tagesausflug. Als Mitglieder würden die beiden Ainringer Damen künftg bei den Veranstaltungen dennoch weiterhin dabei sein.

Bei der Grillfeier im Gastgarten waren wieder viele IPA-Freunde anwesend, auch Vertreter der IPA-Landesgruppe Salzburg unter der Führung ihres Obmanns Kurt Walker mit Ehefrau sowie zwei italienische Gäste. Die BPFI-Band umrahmte die Feier bewährt mit Stimmungs- und Tanzmusik. Die Küche servierte eine Grillauswahl, die Damen der Vorstandschaft steuerten selbst gebackene Kuchen bei.




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